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Was brauche ich zum Gitarre lernen?

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Häufige Fragen

Wichtige Fragen und Antworten ...

- Kann JEDE/-R Gitarre lernen?
Ja, grundsätzlich schon. Jeder, der in der Lage ist, eine Gitarre zu halten und Saiten und Griffbrett zu erreichen und zu greifen. Und dann gehört noch etwas Gitarrenunterricht und ein bißchen Üben zu Hause dazu.

- Ab welchem Alter kann man Gitarre lernen und bis zu welchem Alter?
Ich bin der Meinung, dass das Kind zumindest im Kindergarten und in der Schule erste musikalische Übungen gemacht haben und etwas lesen können sollte. Zudem sollte es groß genug sein, 30 - 45 Minuten Musikunterricht "durchzuhalten" und körperlich in der Lage sein, das Instrument zu halten und die Saiten zu fassen. Mit 9 Jahren sollte das möglich sein. Am wichigsten ist aber, dass der Schüler/die Schülerin den eigenen Wunsch hat, das Instrument zu lernen!
Nach oben gibt es keine Altersgrenze. Meine älteste Schülerin ging bei Beginn auf die 80 zu (spielte aber schon über 60 Jahre lang Mandoline!). Man muss natürlich bedenken, dass man mit zunehmenden Alter nicht mehr so gelenkige Finger hat, aber mit Training lässt sich (fast) alles machen ...


- Mein Kind hat in der Schule schon so viel zu tun. Wenn es auch noch ein Instrument lernt, hat es keine Zeit mehr, für die Schule zu lernen und wird in der Schule schlechter!

Falsch! Kinder benötigen für das Lernen eines Instruments nicht viel Zeitaufwand! Meist genügen ca. 10 - 15 Minuten am Tag. Dazu weiter unten mehr. Lassen Sie mich zudem auf eine Studie hinweisen:

Auszug aus der Langzeitstudie von Hans Günther Bastian:

„… Daher führten wir von 1992 bis 1998 an sieben Berliner Grundschulen (5 Modellklassen und 2 Kontrollklassen) die sechsjährige Langzeitstudie 'Zum Einfluß von erweiterter Musikerziehung auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern' durch , die dankenswerter Weise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde…

Die Ergebnisse liegen in einer ca. 700 Seite umfassenden Studie vor…

1.
Soziale Kompetenz und soziale Reflexionsfähigkeit werden nachhaltig durch Musikerziehung verbessert. In musikbetonten Grundschulen ist die Zahl von weniger oft völlig ausgegrenzten Schülern nachweislich geringer. Umgekehrt ist der Anteil der Kinder, die keine einzige Ablehnung von ihren Klassenkameraden erhalten ("Den Schüler mag ich nicht"), sensationell hoch, im allgemeinen doppelt so hoch wie an den konventionellen Schulen. Kinder mit Musikerziehung verfügen über Vorteile in ihrer sozialen Urteilsfähigkeit, sie sind besser in der Lage, aus Erfahrungen zu lernen und Situationen des Alltags adäquat zu erfassen und zu beurteilen.

2.
Für 6-jährige Kinder können wir nachweisen, dass der IQ-Wert mit zunehmender Musikalität steigt. Mehrjährige "erweiterte" Musikerziehung führt nachweisbar bei Kindern aus musikbetonten Grundschulen zu einem signifikanten IQ-Zugewinn. Sozial benachteiligte und in ihrer kognitiven Entwicklung wenig geförderte Kinder profitieren dabei von einer "erweiterten" Musikerziehung. Also ist Bildungspolitik mit Musik zugleich die beste Sozialpolitik.

3.
Verstärkte Musikerziehung hilft vor allem Schülern mit hohen Konzentrationsdefiziten, d.h. in Musikklassen gibt es weniger konzentrationschwache Schüler. Darüber sollten sich Lehrer aller Fächer freuen.

4.
Musikbetonte Erziehung bedeutet zusätzliche Zeitinvestition. Doch der vermehrte Zeitaufwand geht ganz eindeutig nicht zu Lasten der allgemeinen schulischen Leistungen. Zu keinem Zeitpunkt der Studie waren die Leistungen der Kinder aus der musikbetonten Grundschule in den sogenannten "Hauptfächern" schlechter als in der konventionellen Grundschule. Der prozentuale Anteil der Kinder mit überdurchschnittlich guten Leistungen ist in der musikbetonten Grundschule sogar oft höher. Dies gilt für die Fächer Mathematik, Geometrie, Deutsch, Englisch.“

Quelle:
Hans Günther Bastian
Musik(erziehung) und ihre Wirkung.
Eine Langzeitstude an Berliner Grundschulen
unter Mitarbeit von A. Kormann, R. Hafen und M. Koch
Verlag Schott Musik International , Mainz 2000.


- Wieviel muss man üben?
Das kommt darauf an, welche Vorkenntnisse man hat und wie schnell man vorankommen möchte. Es gibt keine "Mindestzeiten" oder "Idealzeiten". Es soll Spaß machen und man sollte zwischen zwei Unterrichtsterminen das bereits erlernte öfter wiederholt haben und die aktuelle Trainingseinheit vertiefen. Lieber jeden Tag ein paar Minuten, wie sich kurz vor dem nächsten Unterrichtstermin eine Stunde quälen. Und oftmals ist es auch hilfreich, einfach nur mit dem Instrument zu spielen, Töne zu erfahren, zu probieren - nicht nur mit Tonleitern lernt man Musik machen, sondern vor allem mit Ausprobieren, Instrument "erkunden", Töne auf sich wirken lassen ...

- Wie lange muss man lernen, um Gitarre spielen zu können?
Das kommt darauf an, wieviel man übt, wie viel "Talent" man hat, was man lernen und können möchte ... Erste kleine Melodien und Stücke kann man schon nach wenigen Unterrichtseinheiten spielen ... Wer so gut wie Eric Clapton, Carlos Santana, Django Reinhardt oder Willy Astor spielen möchte, braucht natürlich ein paar Jahrzehnte länger ;-)

- Was unterscheidet den Unterricht bei Robert Mayer-Scholz von einem Unterricht in einer Musikschule?

In Musikschulen müssen oftmals Vertragsverpflichtungen eingegangen werden. Bei mir können Sie von heute auf morgen entscheiden, ob Sie weiter Unterricht und vor allem wann Sie Unterricht haben möchten. Natürlich sollten die vereinbarten Termine eingehalten werden, aber wenn Sie oder Ihr Kind mal überraschend krank ist, haben Sie nicht eine Stunde umsonst bezahlt (Termine einen Tage vorher absagen!). Sie haben keine "Vertragslaufzeit" und damit auch keinen "Jahresbeitrag" oder "Vereinsbeitrag", falls Sie nach einiger Zeit feststellen, dass Sie genug gelernt haben oder falls Ihr Kind keine Lust mehr hat, können Sie jederzeit aufhören. Außerdem gibt es keine Aufnahmegebühr, keine wechselnden Lehrer, keine "Fließbandabfertigung", kein starres Unterrichtskonzept und nur Einzelunterricht.

- Was muss ich zum Unterricht mitbringen?
Eine Gitarre, das verwendete Unterrichtsmaterial, einen Gitarrenfußschemel - und etwas Lust und Freude am Gitarre lernen!

- Welche Kosten kommen sonst auf mich zu?

Um selbst Gitarre zu lernen oder Ihr Kind Gitarre lernen zu lassen, benötigen Sie (außer Unterricht):
- eine Gitarre, ab und zu neue Gitarrensaiten.
- von mir genanntes Lehrbuch (Gitarrenschule), wird gerne von mir besorgt!
- einen Notenständer
- einen Gitarrenfußschemel
- ein Stimmgerät